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Presseverein
Münster-Münsterland e.V.
Im DJV-Landesverband Nordrhein-Westfalen

J U B I L Ä U M

100 Jahre Presseverein

Mit einem Festakt im münsterischen Erbdrostenhof ist am 27. Oktober 2008 das 100-jährige Bestehen des Pressevereins gefeiert worden.

Hier zum Herunterladen im PDF-Format:
“Unser Beruf: Informieren” (Jubiläumsbuch)
“Mehr als nur informieren” (Festrede von Prof. Baum)
Begrüßungsrede von Werner Hinse

100 Jahre Presseverein

Festredner Prof. Dr. Achim Baum, DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken, Pressevereins-Vorsitzender Werner Hinse, LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch und Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek.
[Alle Fotos vom Festakt: Helmut Etzkorn]

F E S T A K T

Standort bestimmt zum Hundertsten

Der Presseverein Münster-Münsterland wünschte sich zum 100. Geburtstag eine Standortbestimmung. Und er bekam sie. Mit einem Festakt im münsterschen Erbdrostenhof feierte der Presseverein seinen 100. Geburtstag am letzten Samstag im Oktober. An direkten Worten fehlte es nicht während der Feierstunde zum Ende des Jubiläumsjahres mit rund 140 Mitgliedern, DJV-Vertretern, Politikern aus dem Münsterland und Vertretern von Unternehmen aus der Region. Gastgeber wie Gäste nutzten die Gelegenheit, um offen über die Lage des deutschen Journalismus zu sprechen. Journalisten, Politiker und Wissenschaftler verloren dabei das Münsterland aber nicht aus den Augen.

Festakt 100 Jahre Presseverein

“Einhundert Jahre. Das ist doch auch schon eine ordentliche Leistung. Das macht Eindruck - besonders auf uns Journalisten, die wir eher rastlos für den Tag leben, schreiben und produzieren“, begrüßte der Vorsitzende Werner Hinse die Gäste im historischen Festsaal des Erbdrostenhofs im Namen des Vorstands des Pressevereins, der die Veranstaltung seit Monaten vorbereitet hatte. „Wir wollten dieses Jahr eigentlich nur unser 60-jähriges Bestehen feiern. Denn wir wussten es nicht besser“, gestand der Vorsitzende zu Beginn den geladenen Gästen, darunter als Hausherr der LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch, Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek, DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken, der Landesvorsitzende des DJV, Helmut Dahlmann, und als Festredner der streitbare Professor Dr. Achim Baum von Fachhochschule Osnabrück. Mit Dr. Benedikt Hüffer begrüßte Hinse auch einen der größten journalistischen Arbeitgeber der Region. “Aber dann haben wir Anfang des Jahres erfahren, dass der Presseverein bereits 1906 gegründet worden war. Deshalb stehen wir nun in einer einhundertjährigen Tradition, der wir uns als Verein und Journalisten noch richtig bewusst werden müssen.“ Und der Festakt könne Zeit für eine Standortbestimmung des Pressevereins bieten.

Festakt 100 Jahre Presseverein

Werner Hinse

Wie weit die Probleme heutiger Journalisten in Zeiten von Newsdesks und globalisierter Kommunikation von der Gründerzeit des Pressevereins entfernt sind, zeigt sich schnell. Denn Zeitungsredakteure stellten 1906 die acht Gründer, heute sind in dem Verein rund 450 Mitglieder in diversen Medienberufen in der Region tätig. Hinse stellte heraus, dass die Kernaufgabe des Pressevereins seit 100 Jahren die gleiche sei: „Lobbyismus“. Wie das umgesetzt werde, darauf hat bislang noch jede Vereinsgeneration ihre eigenen Rezepte gefunden. Was sich in dem Jahrhundert nicht grundlegend geändert habe, sei das schlechte Image des Berufs unserer Mitglieder. Lesern, Hörern und Zuschauern müsse immer wieder deutlich gemacht werden, dass es Journalistinnen und Journalisten seien, die ihnen präzise Informationen und Wissen für ihr Handeln beschaffen. Und dass unabhängige und vielfältige Berichterstattung ein hohes Gut sei, “wenn auch leider zurzeit ein sehr gefährdetes“. Hinse wiederholte die bereits auf der Pressekonferenz eine Woche zuvor in Münster herausgestellte Position des Vereins: „Journalistinnen und Journalisten sind nicht verzichtbar in unserer Demokratie. Genauso wenig ist es der Presseverein. Wir stehen zu unserer verantwortungsvollen gesellschaftlichen Aufgabe – auch für Münster und das Münsterland.“ (Werner Hinses Rede als PDF)

Festakt 100 Jahre Presseverein

Dr. Wolfgang Kirsch

Hausherr Dr. Wolfgang Kirsch nutzte als Quasi-Oberwestfale das Grußwort, um die Stellung Westfalens in Nordrhein-Westfalen zu betonen. “Westfalen stellen sich quer, wenn sie vom Land nicht richtig behandelt werden und gegen Regionalbehörden arbeiten. Sonst würde die kommunale Selbstverwaltung auf der Strecke bleiben.“ Ebenfalls eindringlich bat er die Journalisten im Saal, über alle redaktionellen Neuerungen hinweg soziale Themen nicht aus dem Berichterstattungsspektrum zu drücken..

Festakt 100 Jahre Presseverein

Michael Konken

Als “gern gesehener Gast in Münster“ wurde der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands, Michael Konken, begrüßt. In seinem Grußwort lobte er den Presseverein als “Leuchtturm“ für lokales Engagement und verwies auf den Einsatz des Pressevereins und seiner Mitglieder beim skandalösen Redaktionstausch bei der Münsterschen Zeitung im Januar dieses Jahres. Doch er stellte diese Ereignisse am Ende eines Schnellexkurses durch die deutsche Pressegeschichte in einen großen Zusammenhang: “Pressefreiheit ist für viele zu einem Ärgernis geworden.“ Konken forderte von Politik und Gesellschaft: “Hände weg von bewährten Strukturen. Hände weg von weiteren Eingriffen in die Meinungsfreiheit der freien Presse, die sonst letztlich die Demokratie ins Wanken bringen würden.“

Festakt 100 Jahre Presseverein

Dr. Peter Paziorek

Mit einem beziehungsreichen Geschenk war der neue Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek in den Erbdrostenhof gekommen. Er überreichte dem Presseverein ein Bändchen “100 Jahre Bezirksregierung“ – und erheiterte die Zuhörer mit Anspielungen auf die Recherche von Jubiläumsdaten. Dem Presseverein bescheinigte er, “ein schlagkräftiger und kompetenter Interessenverband“ zu sein, “der negative Entwicklungen in der Medienlandschaft aufhalten kann und akzeptable Bedingungen für seinen Berufsstand schafft.“ Und wie sich journalistische Arbeitsbedingungen verschlechtern könnten, sei ihm als Bundestagsabgeordneten beim Regierungsumzug von Bonn nach Berlin nur zu deutlich geworden.

Festakt 100 Jahre Presseverein

Werner Hinse und Prof. Dr. Achim Baum

Nach den Grußworten trat Professor Dr. Achim Baum mit einer bemerkenswerten und zugleich unterhaltsamen Rede ans Pult. Eingeführt als “Freund deutlicher Worte“ bürstete der Kenner der deutschen publizistischen Landschaft in seiner Festrede die deutsche Medienwelt gegen den Strich. Und er wurde seinem Ruf gerecht, Fragen journalistischer Ethik direkt anzugehen und sich für eine umfassende publizistische Selbstkontrolle in der Gesellschaft einzusetzen. In seinem „Mehr als nur informieren“ betitelten Vortrag (hier zum Herunterladen als PDF) zeigte Baum nicht nur auf “die dunkelsten Flecken einer organisierten Kommunikation“, sondern der gelernte Journalist sorgte sich auch um die Zukunft des deutschen Journalismus. “Dabei stellt sich durchaus die Frage, wie lange man noch den Journalismus und die Medienbranche in einem Atemzug nennen darf. Denn auch die Medienbranche vollzieht mittlerweile diese Wendung hin zu einer organisierten Marktkommunikation, die mit dem journalistischen Anspruch, dem sie verpflichtet ist, nur noch sehr wenig gemein hat.“

Festakt 100 Jahre Presseverein

Journalisten nahm Baum in die Pflicht, weiterhin als “Agenten der Öffentlichkeit“ zu arbeiten. Denn “es gibt eine stillschweigende Verabredung zwischen Journalisten und ihrem Publikum. Sie lautet: Ich erwarte von einem journalistischen Kommunikationsangebot, dass es mich dazu verleitet, mich selbst zu überraschen, dass ich ein anderer bin, nachdem ich es in Anspruch genommen habe. Und diese Veränderung will ich als Leser, Zuschauer oder Hörer selbst – in meinem eigenen Kopf – gemacht haben.“ Dies sei ein “Lernprozess mit unbestimmtem Ausgang“, der möglicherweise die Überzeugungen und Wertorientierungen ändere. Das sei die Aufgabe des Journalismus in einer demokratischen Öffentlichkeit – und “nicht weniger“.

Festakt 100 Jahre Presseverein

Reimar Bage stellte den Gästen den Jubiläumsband “Unser Beruf: Informieren“ vor, der aus Anlass des 100-jährigen Bestehens aufgelegt worden war und nun allen Pressevereinsmitglieder zugeht (hier die PDF-Version zum Herunterladen). Verdiente und erfahrene Mitglieder wie Maria Urbancyzk, Reimar Bage, Günter Graf, Alfred Große Hüttmann, Adolf Johannterwage und Hans Lok hatten sich auf die Suche gemacht, um für alle Mitglieder und die interessierte Öffentlichkeit zu dokumentieren, was münsterländische Journalisten in den vergangenen 100 Jahren bewegt hat. Hinse dankte den Inserenten und Sponsoren. Ohne sie und das Engagement des münsterschen Dialog-Verlags hätte “dieses kollektive Rückbesinnen im Presseverein nicht publiziert werden können“. Die ersten Exemplare des neuen Buches überreichte Reimar Bage an die Mitglieder Heinz Renk, Hubert Knaup und Franz Matusczyk mit mehr als 50 Mitgliedsjahren und an das Neumitglied Malte Dedecek von Radio RST in Rheine. Bundesvorsitzender Michael Konken überreichte Knaup und Renk die DJV-Ehrennadel in Golf für 50-jährige Mitgliedschaft im DJV.

Festakt 100 Jahre Presseverein

Andreas Große Hüttmann und Sven Hamann

Von Pressevereins-Schatzmeister Andreas Große Hüttmann erhielt der Chef des DJV-Unterstützungsvereins, Sven Hamann, eine Spende des Pressevereins überreicht. Der Verein greift Kolleginnen und Kollegen und deren Angehörigen finanziell unter die Arme, die durch die immer gröber werdenden Maschen unseres sozialstaatlichen Hilfsnetzes zu fallen drohen, wie Große Hüttmann herausstellte. Hamann sammelt seit Jahren beharrlich für diesen Verein. Auf dem Empfang füllte sich das Sparschwein am DJV-Stand im Foyer des Erbdrostenhofs auch noch weiter. Der eigentliche Festakt endete nach gut eineinhalb Stunden mit einem plattdeutschen Kommentar des Vorsitzenden Hinse, der angesichts der Schwierigkeiten der Medienbrache trotzig-münsterländisch klang: „We schriff, de bliff.”

Festakt 100 Jahre Presseverein
Festakt 100 Jahre Presseverein
Festakt 100 Jahre Presseverein
Festakt 100 Jahre Presseverein
Festakt 100 Jahre Presseverein
Festakt 100 Jahre Presseverein
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Festakt 100 Jahre Presseverein
Festakt 100 Jahre Presseverein
Festakt 100 Jahre Presseverein
Festakt 100 Jahre Presseverein

Presseverein Münster-Münsterland feiert 100-jähriges Bestehen

„Journalisten sind nicht verzichtbar“

18.10.2007 - Der Presseverein Münster-Münsterland ist 100 Jahre alt geworden. 1906 wurde der Verein von Franz Zons, einem Chefredakteur der Münsterschen Zeitung, sowie den Journalisten Dr. Friedrich Castelle, Rudolf Strietholt und Paul Koene mitgegründet. Dieses Ereignis wird zum Ende des Jubiläumsjahres am Samstag, 27. Oktober 2007, im münsterschen Erbdrostenhof mit einem Festakt gefeiert. Dazu sind alle 450 Mitglieder des Pressevereins und Vertreter des öffentlichen Lebens der Region eingeladen.

„Es ist ein Jahrhundert her, dass Journalisten sich erstmals in ihrem Beruf organisierten. Das macht Eindruck auf uns, gerade weil wir in unserem Beruf eher rastlos für den Tag leben, schreiben und produzieren“, erklärte der Vorsitzende des Pressevereins, Werner Hinse, im Vorfeld des Festaktes am Donnerstag (18. Oktober 2007) vor der Presse in Münster. Die Aufgabe des Pressevereins Münster-Münsterland habe sich aber in den 100 Jahren nicht verändert, so Hinse weiter. „Wir sind die Lobbyisten für alle Journalistinnen und Journalisten und den Journalismus in der Region. Denn Journalisten sind nicht verzichtbar. Sie haben eine verantwortungsvolle gesellschaftliche Aufgabe.“ Dabei haben die in der Region lebenden und arbeiteten Journalistinnen und Journalisten einen starken Partner an ihrer Seite: Der im Deutschen Journalisten-Verband (DJV) eingebundene Presseverein Münster-Münsterland engagiert sich in dem Berufsverband und der Gewerkschaft auf Landes- und Bundesebene für die Interessen seiner wachsenden Mitgliederzahl.

Welch ein hohes Gut für die Demokratie eine unabhängige Berichterstattung und die Pressefreiheit sind, werde von vielen Bürgern heute nicht mehr wahrgenommen, oft als selbstverständlich vorausgesetzt, konstatierte der Pressevereinsvorsitzende. Dabei schätze ein Journalist Informationen für den Leser, Hörer und Zuschauer ein, bewerte für ihn und stelle die Neuigkeiten in einen Zusammenhang, damit der Bürger besser entscheiden kann, was er von Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur halten kann. Hinse: „Wir müssen den Menschen in Münster und dem Münsterland, unseren Lesern, Hörern und Zuschauern, immer wieder deutlich machen, dass Journalistinnen und Journalisten unter wahrlich nicht immer leichten Bedingungen ihnen seit weit mehr als 100 Jahren präzise Informationen und Wissen beschaffen. Es ist ein harter Beruf, gerade hier im Münsterland in der Fläche.“

Und das habe sich trotz aller Technisierung in den vergangenen 100 Jahren nicht verändert. Die Medienbranche leidet derzeit unter Konzentrations-prozessen. Zudem müsse der rasante Aufstieg des Mediums Internets und der Wandel in der Werbewirtschaft verarbeitet werden. Hinse: „Wie der Alltag von Journalisten in fünf Jahren aussieht, wagt jetzt kaum jemand ernsthaft zu beschreiben.“ Es sei durchaus möglich, dass in wenigen Jahren Fernsehen, Internet, Radio und Zeitung zusammenwachsen. Auch im Münsterland.

Beim Kampf um die Arbeitsplätze der münsterschen Lokalredakteure der Münsterschen Zeitung im Frühjahr dieses Jahres habe sich gezeigt, erklärte der DJV-Landesvorsitzende Helmut Dahlmann, wie wertvoll Solidarität unter Journalisten ist. Schlagkräftig habe der Presseverein Münster-Münsterland zusammen mit dem Deutschen Journalisten-Verband auf die beispielslose Ablösung einer kompletten Redaktion durch deren Dortmunder Arbeitgeber reagiert. Und daran werde sich der DJV in anderen Fällen orientieren, wenn Arbeitgeber in der Medienbranche sich sang- und klanglos aus zwischen ihnen und und dem DJV vereinbarten Tarifverträgen verabschieden wollen.

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Präsentation des Jubiläumsbuchs

Das Jubiläumsbuch präsentierten (v.l.) Reimar Bage, Werner Hinse, Helmut Dahlmann und Ralf Thier-Hinse.

Jubiläumsbuch zum 100-jährigen Bestehen des Pressevereins Münster-Münsterland

„Unser Beruf: Informieren“

18.10.2007 - „Unser Beruf: Informieren“ – so lautet der Titel des Jubiläumsbuchs, das der Presseverein Münster-Münsterland zu seinem 100-jährigen Bestehen herausgegeben hat. Auf einer Pressekonferenz am Donnerstag (18. Oktober) in Münster stellte Reimar Bage, früher stellvertretender Chefredakteur der Westfälischen Nachrichten und Leiter einer Geschichts-Arbeitsgruppe von erfahrenen Pressevereins-Mitgliedern, zusammen mit dem Geschäftsführer des Dialog-Verlags Münster, Ralf Thier-Hinse, das druckfrische Buch vor.

Pressevereins-Mitglieder wie Maria Urbancyzk, Reimar Bage, Günter Graf, Alfred Große Hüttmann, Adolf Johanterwage und Hans Lok hatten sich in den vergangenen Monaten auf die Suche gemacht, um zu dokumentieren, was münsterländische Journalisten bewegt hat. Die großen Fragen des Journalismus und die Zeitläufte in Deutschland, Westfalen und dem Münsterland spiegeln sich in ihren Texten ebenso wie grandiose Pressebälle und stimmungsvolle Sommerfeste des Pressevereins wider. Zeitzeugen haben sich erinnert, Text-Schätze wiederentdeckt und die 100-jährige Geschichte des Pressevereins lebendig gemacht. Mit Unterstützung einer Reihe namhafter Sponsoren aus der Region wurde dieses Jubiläumsbuch möglich gemacht, das im münsterschen Dialogverlag erscheint.

Beinahe hätte der Presseverein nämlich sein historisches Jubiläum verpasst. „Wir wollten dieses Jahr eigentlich nur unser 60-Jähriges – wie wir inzwischen wissen – der Neugründung feiern“, erklärte der Vereinsvorsitzende Werner Hinse. „Deshalb stehen wir nun am Ende des 100. Jahr unseres Bestehens in einer 100-jährigen Tradition, der wir uns als Verein und Journalisten noch richtig bewusst werden müssen.“ Übrigens hatten auch die Vorfahren das 50-Jährige des Vereins mit ein wenig Verspätung erst 1957 gefeiert. Hinses Kommentar: „Wer für den Tag lebt, schaut leider halt viel zu wenig zurück.“

Das soll sich aber künftig ändern. Hinse: „Wir wollen uns künftig stärker als bisher um die Erforschung der Mediengeschichte der Region kümmern.“ Der Verein will daher künftig Nachwuchswissenschaftler bei der Erforschung der regionalen Mediengeschichte unterstützen.

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Feier „100 Jahre Presseverein Münster-Münsterland“ im Erbdrostenhof

Festlicher Rückblick und Ausblick

Im historischen Festsaal des münsterschen Erbdrostenhofs will der Presseverein Münster-Münsterland am Samstag, 27. Oktober 2007 zusammen mit vielen Mitgliedern an die wichtige gesellschaftliche Aufgabe von Journalisten erinnern, die seit über 100 Jahren den Bürgern die Informationen und das nötige Wissen für ihre Entscheidungen liefern.

Der Vorsitzende des Pressevereins, Werner Hinse, wird nach dem derzeitigen Anmeldestand schon weit über 100 Mitglieder, Gäste und Sponsoren begrüßen können. Angemeldet hat sich unter anderem auch der neue münstersche Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek.

Nach Grußworten des „Hausherrn“ im Erbdrostenhof, Dr. Wolfgang Kirsch, Direktor des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe, und des Bundes-vorsitzenden des Deutschen Journalisten-Verbands, Michael Konken, wird Prof. Dr. Achim Baum, Professor für Öffentlichkeitsarbeit und Journalismus am Institut für Kommunikationsmanagement der Fachhochschule Osnabrück, den Festvortrag halten.

Baum beschäftigt sich mit Fragen journalistischer Ethik und ist ein beredter Verfechter umfassender publizistischer Selbstkontrolle in unserer Gesellschaft. Als Journalist arbeitete Baum schon während des Studiums an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (in den Fächern Publizistik, Geschichte, Soziologie und Niederländische Philologie) für verschiedene Tageszeitungen und später viele Jahre für die Nachrichten- und die Wirtschaftsredaktion von RIAS-TV, Berlin (später: Deutsche Welle-tv). Im April 2001 übernahm er die Professur für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Münster in Vertretung. Baum ist auch Vorstands- und Gründungsmitglied des Vereins zur Förderung der Publizistischen Selbstkontrolle (FPS).

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100 Jahre Presseverein:
Festakt und ein wenig Geschichte

Der Presseverein Münster-Münsterland ist 100 Jahre alt geworden. Dieses Ereignis wird nun zum Ende des Jubiläumsjahres am Samstag, 27. Oktober 2007, im münsterschen Erbdrostenhof ab 10.30 Uhr gefeiert. Dazu sind alle 450 Mitglieder des Pressevereins sowie Bürger aus der Region eingeladen.

100 Jahre Presseverein

Einladung als PDF herunterladen (Ende der Anmeldefrist war am 15.10.)

Die Aufgabe des Pressevereins Münster-Münsterland hat sich in den 100 Jahren nicht verändert: „Wir sind die Lobbyisten für alle Journalistinnen und Journalisten und den Journalismus in der Region. Denn Journalisten sind nicht verzichtbar. Sie haben eine verantwortungsvolle gesellschaftliche Aufgabe.“

Im historischen Festsaal des Erbdrostenhofs mit seiner begrenzten Sitzplatzzahl will der Presseverein mit Mitgliedern und Bürgern an die wichtige gesellschaftliche Aufgabe von Journalisten erinnern, die seit über 100 Jahren den Bürgern die Informationen und das nötige Wissen für ihre Entscheidungen liefern. Nach Grußworten des „Hausherrn“ im Erbdrostenhof, Dr. Wolfgang Kirsch, Direktor des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe, und des Bundesvorsitzenden des Deutschen Journalisten-Verbands, Michael Konken, wird Prof. Dr. Achim Baum, Professor für Öffentlichkeitsarbeit und Journalismus am Institut für Kommunikationsmanagement der Fachhochschule Osnabrück, den Festvortrag halten.

Prof. Dr. Achim Baum

Baum (Foto links) beschäftigt sich mit Fragen journalistischer Ethik und ist ein beredter Verfechter umfassender publizistischer Selbstkontrolle in unserer Gesellschaft. Als Journalist arbeitete Baum schon während des Studiums an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (in den Fächern Publizistik, Geschichte, Soziologie und Niederländische Philologie) für verschiedene Tageszeitungen und später viele Jahre für die Nachrichten- und die Wirtschaftsredaktion von RIAS-TV, Berlin (später: Deutsche Welle-tv). Im April 2001 übernahm er die Professur für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Münster in Vertretung. Baum ist auch Vorstands- und Gründungsmitglied des Vereins zur Förderung der Publizistischen Selbstkontrolle (FPS).

Bei der Feier werden auch die ersten druckfrischen Exemplare des Jubiläumsbands „Unser Beruf: Informieren“ durch Reimar Bage, Leiter der Arbeitsgruppe des Pressevereins und früher Stellv. Chefredakteur der Westfälischen Nachrichten/ZGM, überreicht, die dann allen Mitgliedern des Pressevereins in den Tagen darauf per Post frei Haus zugestellt werden. Erfahrene Mitglieder des Pressevereins, unter anderem Reimar Bage, Günter Graf, Alfred Große Hüttmann, Adolf Johanterwage, Hans Lok und Maria Urbancyzk, haben sich in den vergangen Monaten für einen Jubiläumsband auf die Suche gemacht, um zu dokumentieren, was münsterländische Journalisten in den vergangenen 100 Jahren bewegt hat. Die großen Fragen des Journalismus und die Zeitläufte in Deutschland, Westfalen und dem Münsterland spiegeln sich in ihren Texten ebenso wie grandiose Pressebälle und stimmungsvolle Sommerfeste des Pressevereins. Zeitzeugen haben sich erinnert, Text-Schätze wiederentdeckt und die 100-jährige Geschichte des Pressevereins lebendig gemacht. Mit Unterstützung einer Reihe namhafter Sponsoren aus der Region wurde dieses Jubiläumsbuch möglich gemacht, das im münsterschen Dialogverlag erscheint.

Die Anmeldefrist für die Teilnahme am Festakt ist beendet (15. Oktober 2007).