16.10.2007 - Das Bocholt-Borkener Volksblatt (BBV) hat bei den Ifra XMA Cross Media Awards einen ersten Platz belegt. 50 unterschiedliche Projekte von Zeitungshäusern aus 18 Ländern wurden von den Juroren bewertet. Der thematische Schwerpunkt des internationalen Medienpreises der Ifra lag in diesem Jahr auf der Bildung von Communitys und der Einbeziehung von Lesern in die Erstellung redaktioneller Inhalte, was man vielfach mit den Begriffen „Web 2.0“ oder „Bürgerjournalismus“ in Verbindung bringt. Und in der Kategorie A (kleine Zeitungen mit einer täglichen Auflage von unter 100.000 Exemplaren) machten die Bocholter das Rennen, die früher zur WN/ZENO-Gruppe gehörten und seit der Jahrtausendwende mit der Rheinischen Post verbandelt sind. Die Begründung für die Auswahl des XMA-Projekts „BBV – immer und überall“: Unter dem Motto „local first“ produziert ein Team von Mitarbeitern aus den Bereichen Neue Medien, Redaktion und Technik „Unique Content“ für die Zeitung, die Website, für Web-TV bis hin zu mobilen Diensten. Über die lokale Community dieQ.net sind Leser aus dem Verbreitungsgebiet eingebunden.
Kommentare der Jury laut Pressemitteilung der Ifra in Darmstadt: „Ich denke, bei diesem Projekt gehen fast alle Schritte in die richtige Richtung. Abgesehen von dem ehrgeizigen Gesamtansatz ist es besonders beachtlich, dass ein
solches Projekt von einem Verlag aus einem kleineren Marktsegment gestartet wurde. Das BBV-Management denkt wirklich in neuen und außergewöhnlichen Kategorien.“ (Robert Cauthorn); “Sehr lokal, sehr gezielt. Mir gefällt der Ansatz,
mir gefällt, wie die verschiedenen Medien die Sache angehen und das Potenzial jedes einzelnen Mediums ausschöpfen.“ (Dr. Mario Garcia); “Konvergenz auf hyperlokaler Ebene. Es ist großartig, was ein kleines Medienhaus mit begrenzten
Mitteln erreichen kann.“ (Jochen Dieckow)
[ Video zur Auszeichnung | Image-Film (MP4) ]
19.10.2007 - Wer an der Uni Münster Radio macht, punktet jetzt nicht mehr nur im Lebenslauf: Rechtzeitig zum achten Geburtstag von Radio Q wird die Kompaktausbildung des Hochschulsenders ab dem Wintersemester 2007/2008 als Leistung im Rahmen der Allgemeinen Studien anerkannt. Die Studierenden können mit ihrem ehrenamtlichen Engagement beim Hochschulsender fünf Credit Points erwerben. Mit der Umstellung auf Bachelor-Abschlüsse wird die Ausbildung bei Radio Q in das Leistungssystem der WWU Münster eingegliedert. "Wir freuen uns, dass die wertvolle Ausbildungsarbeit unseres Senders von offizieller Seite geschätzt wird", betont Maria Zimmerer, Vorsitzende des Trägervereins Radio Q e. V. in einer Opressemitteilung der Uni Münster. In der Kompaktausbildung erlernen Studierende innerhalb von acht Wochen die Grundlagen des Radio-Journalismus: Sie schreiben und sprechen Nachrichten, produzieren Radio-Beiträge und moderieren. Zusätzlich erhalten sie Einblicke in die Abteilungen PR/Marketing, Technik, Ausbildung, Musikredaktion und Online. Das Angebot richtet sich an Bachelor-Studierende jedes Fachbereichs. Eine Ausnahme bilden Studierende der Kommunikationswissenschaft: Wegen der Fachnähe können sie sich die Kompaktausbildung zwar nicht als Teil der Allgemeinen Studien, aber als Pflichtpraktikum anrechnen lassen.
Radio Q startete mit seiner ersten Sendung am 18. Oktober 1999. Hervorgegangen ist der Hochschulsender mit eigener Frequenz aus der Bürgerfunkgruppe „Unfunk" am Institut für Kommunikationswissenschaft der WWU Münster. Mit
30 Stunden Live-Programm pro Woche versorgt Radio Q seine Hörer mit Informationen rund um Hochschule, Karriere, Wissenschaft, Kultur, Medien und Sport. [www.radioq.de]
12.11.2007 - “Eine ausführliche Lokalberichterstattung, in der sich der Leser auch persönlich wiederentdeckt und sein Lebensumfeld umfassend abgebildet findet, sichert Tageszeitungen auch in der Zukunft eine hohe Akzeptanz als wichtigste Informationsquelle vor Ort.“ Sagt der Journalist und Diplom-Geograph Jan Schmitz, der sich in seiner Diplomarbeit besonders mit Zeitungslesern in Neubaugebieten des südlichen Münsterlandes unterhielt und seine Erkenntnisse nun in einer gemeinsamen Infoveranstaltung von Presseverein Münster-Münsterland und DJU Münster vorstellte.
In Haltern am See, Olfen und Dorsten befragte Schmitz vorwiegend junge Familien, die als neue Eigenheim- und Wohnungsbesitzer oft erstmals selbst eine Tageszeitung abonnieren, auch weil sie nicht mehr das Blättchen von den Eltern
oder Nachbarn ausleihen können. Und bei der Wanderungsbewegung aus dem Ruhrgebiet ins südliche Münsterland sei es immer die am Ort auflagenstärkste Heimatzeitung, die als glaubwürdig und zuverlässig für die lokale Identität
eingestuft werde. So konnten die Ruhr Nachrichten (Marktführer in den drei untersuchten Städten) auch viele der Zugezogenen, die an ihrem alten Wohnort im Ruhrgebiet eingefleischte WAZ-Leser waren, für sich gewinnen. Schmitz:
„Der wesentlich größere Umfang an Lokalem entscheidet die Zeitungswahl zu Gunsten der Ruhr Nachrichten.“ Insgesamt liege die Aboquote in Neubaugebieten bei 82,9 Prozent und sei deshalb ein „ideales Expansionsfeld“ für die
besonders im Ruhrgebiet (Kerngebiet WAZ) an dramatischen Auflagenverlusten leidenden Tageszeitungen.
Der jetzt beim Westfälischen Anzeiger in Werne aktive Meinungsforscher fragte die Neubürger auch, was für sie das Wichtigste in
der Zeitung sei: Lokales, Lokales und noch mal Lokales. Lieber viele Seiten mäßig aufbereitet, als weniger (und gut aufgemachte) Ortsinformationen. So zumindest das Fazit von Schmitz, der in den Neubaugebieten Halten am See, Olfen und
Dorsten noch eine „heile Zeitungswelt“ entdecken konnte. 93,4 Prozent der befragten Häuslebauer beziehen demnach ihre lokalen Informationen aus der Tageszeitung, 24,9 hören ins Lokalradio, Anzeigenblätter interessieren nur 21,6
Prozent und das Internet als lokale Nachrichtenquelle sei mit 18 Prozent (noch) Schlusslicht beim Informationsverhalten. (hpe)
[Zum Thema: Pressemitteilung der Universität Münster]

Für DJV- und DJU-Mitgliedern in Münster berichtete der Leserforscher Jan Schmitz (Bildmitte, im Vordergrund) über die „heile Zeitungswelt“ in Neubaugebieten des südlichen Münsterlandes. [Foto: Etzkorn]
06.09.2007 - Auf den Medien-Chefsesseln in der Region gibt es reichlich Bewegung. Ralf Geisenhanslüke, 47 Jahre, bisher stellvertretender Chefredakteur der Oelder Tageszeitung “Die Glocke”, zieht es als Chefredakteur zur “Schwäbischen Zeitung“. Dort in Leutkirch wird Geisenhanslüke zum Nachfolger von Joachim Umbach, der nach zehn Jahren als Chefredakteur Mediendirektor des Verlags wird. Geisenhanslücke verlässt damit nach 21 Jahren das Glocke-Land. Neuer stellvertretender Chefredakteur in Oelde ist nun Thorsten Duibmann. Dirk Baldus ist Leiter der Zentral- und Lokalredaktionen. Frank Möllers zeichnet für die Organisation der Redaktion verantwortlich. Chefredakteur der Glocke ist traditionsgemäß deren Verleger, Fried Gehring.
Und beim WDR-Landesstudio Münster pfeifen die Spatzen ebenfalls einen Wechsel in der Führungsetage von den Dächern. Studioleiter Rüdiger Paulert soll nächstes Jahr wieder nach Washington, D.C. wechseln dürfen. Bereits von
1993 bis 1996 war Paulert Hörfunkkorrespondent in der amerikanischen Hauptstadt.
Paulert kam 1998 als Leiter der Hörfunkredaktion nach Münster, leitet seit 1999 das WDR Studio Münster als Nachfolger von Michael
Stoffregen-Büller. Paulert ist in Gütersloh aufgewachsen. Zuvor hatte es mit dem Wechsel von Bettina Feldhaus nach Aachen einen Wechsel in der stellvertretenden Studioleitung gegeben. Ingrid Schmitz ist seitdem die Stellvertreterin
Paulerts.
P E R S O N A L I E N
07.09.2007 - Per Pressemitteilung verkündete das Dortmunder Medienhaus Lensing einen überraschenden
Wechsel in der Geschäftsführung der Münsterschen Zeitung. Lutz Schumacher (39), bislang Geschäftsführer der Münstersche Zeitung Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, wird das Medienhaus Lensing zum 31.Oktober 2007 verlassen und die
Geschäftsführung des „Nordkurier" in Neubrandenburg zu übernehmen. Der langjährige Verlagsleiter der Allgemeinen Zeitung Coesfeld Gerd Hildebrandt wird zum 1. November 2007 sein Nachfolger. Der Rechtsanwalt war bis Ende 2006
Geschäftsführer bei der Aachener Verlagsgesellschaft mbH und der Zeitungsverlag Aachen GmbH (Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten). Gründe für die Auswechslung in der Geschäftsleitung wurden in der Mitteilung, die per ots vertreiben
wurde, nicht genannt. Schumacher war maßgeblich an der skandalösen Redaktionsablösung bei der Münsterschen Zeitung im Januar dieses Jahres beteiligt. In Kreisen der freigesetzten Mitarbeiter ist sein Spitzname „Zumacher“. Interessant ist die Selbstdarstellung des Medienhauses Lensing in der Mitteilung als „das größte eigenständige Medienunternehmen im Münsterland und im westlichen Westfalen“.
[ Originaltext: Medienhaus Lensing, Digitale Pressemappe | Schumacher bei Wikipedia ]
M Ü N S T E R S C H E Z E I T U N G
11.09.2007 - Die internationale Kunstgroßausstellung “skulptur projekte münster 07” lockte im Sommer rund 500.000 Besucher in die Westfalenmetropole. Natürlich durfte da der Presseverein Münster-Münsterland nicht fehlen und organisierte für seine Mitglieder zwei exklusive Fuß- und Rad-Erkundungstouren zu den 36 Exponaten, verteilt im öffentlichen Raum Münsters. [Mehr Infos & Fotos]
R Ü C K B L I C K
Glück mit dem Wetter hatte der Presseverein Münster-Münsterland am 11. August bei seinem Sommerfest im Wersepark des Schwimmbades Handorf-Sudmühle. [Mehr Infos und Fotos]
Mit einem Festakt im münsterischen Erbdrostenhof ist am 27. Oktober das 100-jährige Bestehen des Pressevereins gefeiert worden. Im Bild (v.l.): Festredner Prof. Dr. Achim Baum, DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken, Pressevereins-Vorsitzender Werner Hinse, LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch und Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek. [Mehr Informationen]
19.11.2007 - Deutliche Worte zur Medienlandschaft in Münster gab es auf dem DJV-Verbandstag in Saarbrücken, zu dem rund 300 Delegierte vom 5. bis 7. November gekommen waren. Auf der Tagesordnung standen zahlreiche Anträge zu zentralen Themen rund um den Journalistenberuf sowie die alle zwei Jahre stattfindende Wahl des neuen DJV-Bundesvorstandes. [Mehr]
V E R B A N D S T A G
21.11.2007 - Zur Überprüfung der Versicherten in der Künstlersozialkasse gibt es eine aktuelle Ausgabe der „Tipps für Freie" zum Thema KSK. Mit Beispielen wird die derzeitige Sach- und Rechtslage übersichtlich dargestellt. Zu finden ist die Datei auch auf der DJV- Homepage [Link].
F R E I E
27.11.2007 - Wie im Flug verging den 15 Mitgliedern und ihren Partnern die Zeit beim „Bleizeiten-Treff“ am 22. November 2007 in Telgte. Zum Abschluss des Jubiläumsjahres wollte der Vorstand des Pressevereins dafür Sorge tragen, dass durch solch eine Veranstaltung speziell die Ü55-Generation des Vereins in Kontakt bliebt. Im „Zeichen des Friedens“ besichtigte die Gruppe dann zusammen mit dem Leiter des Telgter Krippenmuseums, Dr. Thomas Ostendorf, Teile der Dauerausstellung und die gerade eröffnete 67. Krippenausstellung. Nach einer Kaffeetafel im Museum am Kamin wechselten die Teilnehmer dann in den Kinosaal des neuen Krippenmuseums auf die andere Straßenseite und wurden durch einen TV-Film über das Zeitungmachen im Emsland und in Münster im Jahre 1968 an die „Bleizeiten“ in den Zeitungshäusern der Region erinnert. Mehrere der Zuschauer sahen sich als junge Frauen und Berufsanfänger auf der Leinwand agieren.
S E N I O R E N

28.11.2007 - Für Nachhall in Münsters Medienlandschaft sorgt seit dem 1. November das lokale Online-Portal echo-muenster. In Zusammenarbeit mit der münsterischen Medienagentur Livingpage ist ein eingespieltes Team erfahrener Lokalredakteure angetreten, mit seinem Stadtmagazin im Internet neue journalistische Wege zu beschreiten. [Pressemitteilung als PDF | www.echo-muenster.de]
E C H O - M U E N S T E R
Wie man in den Wald ruft...
05.12.2007 - Der Journalistenpreis Münsterland lebt. Mit den Unterschriften (im Foto v.l.n.r.) der Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Münsterland Ost, Markus Schabel, der Aktion Münsterland, Dr. Dieter Offergeld, und des Pressevereins Münster-Münsterland, Werner Hinse, unter den Sponsorvertrag geht der Wettbewerb in die nächste Generation. Damit wird der Journalistenpreis Münsterland Ende Januar 2008 zum fünften Mal ausgeschrieben.
“Die Begründung für die Fortsetzung des Journalistenwettbewerbs in unserer Region war einfach“, erklärt Offergeld. “Unsere gemeinsamen Untersuchungen haben ergeben, dass der Preis sich bewährt hat und für Qualität in
der Berichterstattung steht. Dies hat uns die Entscheidung, die Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben, leicht gemacht.“ Für Markus Schabel steht fest: “Guter Journalismus ist für die Menschen in unserer Region in doppelter Hinsicht
einen Preis wert: Lokal als verlässliche Informationsquelle und aufmerksamer Beobachter, überregional als Vermittler von Themen, die für das Münsterland bundesweite Aufmerksamkeit bedeuten.“
“Wir sehen uns in unserer Idee
durch das Ergebnis der Untersuchung, die im Sommer des Jahres durch das Institut für Kommunikationswissenschaft erarbeitet worden ist, bestätigt“, unterstreicht Werner Hinse als Vorsitzender des Pressevereins Münster-Münsterland.
Unter der Leitung von Prof. Christoph Neuberger hatten drei Studentinnen in umfassenden Recherchen ermittelt, dass sich der Journalistenpreis Münsterland ein Alleinstellungsmerkmal als Regionen-Wettbewerb und eine Besonderheit bei der
Förderung von Qualität erworben hat. “Das macht uns stolz auf unsere bisherige Arbeit und motiviert uns für die nächsten Jahre.“ Die Aktion Münsterland und der Presseverein Münster-Münsterland haben das Auslaufen des
Sponsorvertrages mit dem bisherigen Exklusivpartner Sparda Bank Münster auch zu einer inhaltlichen Neuausrichtung genutzt. In Zukunft wird der Journalistenpreis in den vier Sparten: “Wirtschaft“, “Wissenschaft“, “Tourismus“
und “Kultur/Lebensart“ ausgeschrieben sowie in der fünften ressortübergreifenden Kategorie “Bildjournalismus“. Alle Einzelpreise sind mit jeweils 2.000 Euro dotiert.
J O U R N A L I S T E N P R E I S M Ü N S T E R L A N D
Vertrag unterzeichnet

23.02.2008 - Die Medienbranche befindet sich auch im Münsterland in „fast revolutionären Umbrüchen“. Neue Arbeitsformen und das Internet ändern grundlegend den gewohnten Arbeitsalltag, stellte Werner Hinse, Vorsitzender des Presseverein Münster-Münsterland, auf der Generalversammlung am 19. Februar im Zeitschriftenlesesaal der münsterschen Stadtbücherei fest.
Einstimmig wurde der komplette elfköpfige Vorstand von den Mitgliedern auf dem Treffen entlastet und in seinen Ehrenämtern für weitere zwei Jahre bestätigt.
Ein Schwerpunkt beim Rückblick des Vorstands war das 100-jährige Bestehen des Pressevereins im vorigen Herbgst, die Vorbereitungen und die Feier. Es war der Höhepunkt eines Vereinsjahres mit einem „Mammut-Programm“ an Aktionen und Veranstaltungen.
Doch der Wandel in den Arbeitsabläufen in der Medienbranche stellt nicht nur den einzelnen Journalisten, sondern ganze Redaktionen und ihre Interessenvertreter im Presseverein vor neue Fragen. Die extremste Folge dieses Wandels,
der skandalöse und europaweit beachtete Redaktionstausch bei der Münsterschen Zeitung, habe das Arbeiten des Vorstands des Pressevereins im vorigen Jahr mächtig bestimmt. Durch solche „Rambo-Aktionen“, unterstrich Hinse, aber auch durch Tarif-Alleingänge ohne Not
wie bei den Westfälischen Nachrichten werde das über Jahrzehnte erarbeitete Vertrauen zwischen Verlegern, Mediennutzern und Journalisten schwer belastet,
Die rund 30 Mitglieder gedachten des im vorigen Jahr im Alter von 79 Jahren
verstorbenen verstorbenen früheren Vorsitzenden Dr. Günter Graf und Hinse betonte: „Das Münsterland hat einen großen Journalisten verloren“.
Die stellvertretende Landesgeschäftsführerin des Deutschen Journalisten-Verbands
(DJV), Heike Lambertus, aus Düsseldorf lobte das Engagement des Pressevereins bei den Protesten gegen den MZ-Redaktionstausch im Frühjahr vorigen Jahres als beispielhaft. Sie ehrte auch vier Pressevereins-Mitglieder für langjährige
Mitgliedschaft im Verein. Der stellvertretende Vorsitzende Helmut Etzkorn (Münster) und Peter Harke (Ahlen) erhielten die silberne Ehrennadel des DJV, Reimar Bage (Steinfurt) und Ludger Kötters (Dülmen) wurden mit der Ehrennadel in Gold
für 40 Jahre im DJV ausgezeichnet.
Teil dieses Engagements des Pressevereins für den Journalismus in der Region ist auch die erneute bundesweite Ausschreibung des Journalistenpreises Münsterland gemeinsam mit der Aktion
Münsterland und der Sparkasse Münsterland-Ost. Der Einsendeschluss für den alle zwei Jahre in fünf Sparten ausgeschriebenen Preis
ist am 9. Mai 2008. Die Preisverleihung wird veraussichtlich im Herbst stattfinden. Vorher findet im April in Iserlohn der Gewerkschaftstag des Landesverbands statt, zu dem Lambertus alle Mitglieder einlud. Ferner wurden die Delegierten für den DJV-Verbandstag im November vorgeschlagen.
[Vorstandsbilanz 2007 als PDF herunterladen]
G E N E R A L V E R S A M M L U N G
Vorstand einstimmig bestätigt
Einstimmig wurde der Vorstand mit dem Vorsitzenden Werner Hinse (vorne rechts) von den Mitgliedern auf der Jahresversammlung bestätigt.
Für 25-jährige Mitgliedschaft im DJV von Landesgeschäftsführerin Heike Lambertus geehrt: der stellvertretende Vorsitzende Helmut Etzkorn (Münster).


13.12.2007 - In Münster steigt schon wieder ein Verlag aus der Tarifbindung aus. Neue Redaktionsmitglieder der Westfälischen Nachrichten werden ab sofort in einer Gesellschaft beschäftigt, die nicht der Tarifbindung unterliegt. Der Verlag will so Personalkosten sparen und vor allem die im Gehaltstarifvertrag für Redakteure in drei Schritten vorgesehene Anhebung der Gehälter nach der Zahl der Berufsjahre vermeiden. Gespräche der Verlagsleitung mit dem Bundesgeschäftsführer Hubert Engeroff und Landesgeschäftsführer Kajo Döhring in den vergangenen Wochen änderten nichts an dem Tarifbruch. Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes NRW, Helmut Dahlmann, kritisiert die Pläne der Verlegerfamilie Hüffer deutlich. [Pressemitteilung des DJV-NRW]
W E S T F Ä L I S C H E N A C H R I C H T E N
DJV kritisiert Tarifbruch
22.01.2008 - Ein Jahr ist vorbei - aber die Bewertungen des „Falls Münster“ und des skandalösen Redaktionsaustauschs bei der Münsterschen Zeitung sind eher schärfer geworden. Das Schnippschnapp mit der großen Heckenschere war beim Aktionstag des DJV-Landesverbands zum Jahrestag des Austauschs jedenfalls nur symbolisch gemeint.
[Ausführlicher Bericht und Fotos]
M Ü N S T E R : D J V - A K T I O N S T A G
„Verraten und verliehen“
20.03.2008 - Bei den Hörfunkern im Lande war Anfang März Quoten-Tag. Die aktuellen Zahlen ma 2008 Radio I für den lokalen Hörfunk im Münsterland ergeben klare Unterschiede. Radio WAF in Warendorf hat ein Traumergebnis, das sich auch in Platz fünf unter allen Lokalfunksendern im Lande zeigt. Platz eins der Quoten-Rangfolge hält immer noch die Radio Lippe Welle Hamm, gefolgt von Radio Siegen, Radio MK und 107.7 Radio Hagen.
Radio RST Steinfurt schaffte es mit Platz 14 und einer Quote von 33,2 Prozent bei der „Hörer gestern“-Quote zu einer „Traumquote“, wie Insider sie einordnen. Ebenfalls immer noch kräftig über der magischen
30-Prozent-Quote liegt Radio WMW Borken mit 32 Prozent (Platz 17) und einer Spitzen-Verweildauer von fast 200 Minuten. Aufschwung auch in Dülmen bei den Machern von Radio Kiepenkerl: Der Sender schaffte erstmals wieder den Sprung über
die 30 Prozent-Hürde (und Platz 20). Schwer haben es weiterhin die Antenne Münster-KollegInnen, die sich auf Platz 33 der Rangliste eingeordnet sehen. Ihre „Hörer gestern“-Quote liegt bei 23,4 Prozent. Zudem ist der Wert für die
„durchschnittliche Stunde“, der für die Geldverteilung/Gewinnausschüttung von Radio NRW mitentscheidend ist, mit 5,7 v. H. sehr niedrig. Aktuell wird die E.M.A.-NRW im Auftrag von radio NRW und BG-Verband durch die MS Medienforschung
Köln durchgeführt.
Quoten-Tag ist immer auch die Stunde der Werbe-Strategen und Schönrechner. Die Untersuchung ma 2008 Radio I bescheinigt radio NRW und den NRW-Lokalradios, dass sie weiterhin die Nummer eins im Hörfunk im Lande
sind. Auch wenn das Ergebnis deutlich unter den Werten des Vorjahres liegt. Der Jubel im Wortlaut hier. Aber: Die größten absoluten Verluste hatte Radio NRW zu verkraften: minus 90.000 Hörer (minus 6,3
Prozent). Die WDR-Radios bauten ihre Spitzenposition im Lande aus (mehr Infos hier). 1LIVE festigt mit einem Reichweitenplus von 2,9 Prozent (E 14+) seine Marktführerschaft als
reichweitenstärkstes Radioangebot in jungen Zielgruppen. Die öffentlich-rechtlichen Radio-Größen WDR 2 und WDR 4 stehen dagegen auf der Verlierer-Seite. WDR 4 verzeichnet 54.000 Hörer weniger pro durchschnittliche Stunde (Montag bis
Samstag, 6 bis 18 Uhr), WDR 2 büßt von 39.000 auf 31.000 Hörer ein.
Und für die WDR-Spartensender gab der WDR folgende Zahlen bekannt: Das Kulturprogramm WDR 3 wird täglich von 220.000 Hörern eingeschaltet und hat damit eine
Reichweite von 1,6 Prozent. Das Wortprogramm WDR 5 hat mit täglich 510.000 Hörern immerhin mehr als doppelte so viele. Das entspricht einer Tagesreichweite von 3,7 Prozent.
H Ö R F U N K
Erster Quoten-Tag '08

29.04.2008 - Erstmals wanderten Pressevereinsmitglieder in den Frühling. Geleitet vom Kollegen Stefan Herringslack vom Westfälischen Heimatbund wanderte am vierten April-Samstag eine Gruppe von Kolleginnen und Kollegen mit ihren Angehörigen auf einer nicht alltäglichen Route durch die Baumberge. Unterwegs erläuterte Herringslack die Markierungen und die Pflege der Wanderwege sowie die Arbeit des Heimatbunds. Die Gruppe steuerte auf dem Weg zum Longinusturm einen Steinbruch mit Baumberger Sandstein ebenso an wie die Kunst-Bushaltestelle „Kastenhaus 90.5“ von Winter und Hörbelt. Am Start- und Endpunkt der 2,5-stündigen Tour wartete eine Kaffeetafel in der Gaststätte Zum Waldfrieden auf die Pressevereins-Wanderer. Im kommenden Jahr wird der Westfälische Heimatbund wieder mit dem Presseverein zusammen eine Wanderung in den Frühling organisieren. Dann sollen die Hänge des Teuto erklommen werden.
19.05.2008 - Mit Ende der Meldefrist zum Journalistenpreis Münsterland 2008 sind 306 Arbeiten sind eingereicht worden. Das ist eine Rekordzahl bei diesem zum fünften Mal bundesweit ausgeschriebenen Journalistenpreis. Die Zahl der Bewerber um den nun in fünf Kategorien ausgeschriebenen Preis ist um 57 Prozent auf insgesamt 105 angestiegen. Die veränderte Ausgestaltung des Wettbewerbs mit einer stärkeren Betonung der Inhalte und einer breiter aufgestellten Jury sorgten nach Ansicht des Vorsitzenden des Pressevereins, Werner Hinse, für die stärkere Akzeptanz des Preises unter den Kolleginnen und Kollegen in der Region. Hinzu kam der Wechsel in der Sponsorenschaft zur Sparkasse Münsterland-Ost. Auch Hans-Ulrich Frank, Geschäftsführer der Aktion Münsterland, die im Auftrag von Sponsor und Presseverein den Journalistenpreis organisiert, freut sich: “Mit der Neuausrichtung des Journalistenpreis Münsterland haben wir wohl den Nerv der Journalistinnen und Journalisten getroffen. Das kann nur gut sein für die Region.” Am 13. August wird die große Jury-Runde tagen und die Entscheidung über die besten Arbeiten treffen, die dann Ende Oktober bei der großen Preisverleihung im Hause der Sparkasse Münsterland Ost präsentiert und prämiert werden.
J O U R N A L I S T E N P R E I S M Ü N S T E R L A N D
14.06.2008 - Andrea Benstein (41), die bisherige Chefin des WDR-Studios in Wuppertal, übernimmt die
Leitung des WDR-Studios Münster. Bensteins Vorgänger in Münster, Rüdiger Paulert, geht zum 1. August 2008 als neuer Korrespondent nach Washington ins dortige WDR-NDR-Studio Washington. Paulert wurde von WDR-Hörfunkdirektor Wolfgang
Schmitz offiziell in Münster verabschiedet.
Schmitz würdigte laut Pressemitteilung des WDR Paulerts erfolgreiche Arbeit für die regionale Berichterstattung in Hörfunk, Fernsehen und Internet aus dem Münsterland. Sein Weggang
sei ein Verlust. Andererseits könne der WDR einen kompetenten Auslandskorrespondenten ankündigen, der in den nächsten Jahren von Washington aus unser aller Amerikabild prägen werde. Paulert (Jahrgang 1954) war bereits mehrfach in den
USA. 1989 ging er erstmals für mehrere Monate nach Washington. Von 1993 bis 1996 folgte eine zweite Periode in der Hauptstadt der USA. Von 1999 an leitete er das WDR-Studio Münster. Andrea Benstein (Jahrgang 1966) arbeitete schon
während des Studiums (Publizistik, Psychologie und Geschichte) als freie Journalistin beim WDR-Studio Münster. Als RegionalKorrespondentin für Radio und Fernsehen berichtete sie acht Jahre lang aus dem Westmünsterland. 2001 wurde sie
Redakteurin im Studio Münster und wechselte kurz darauf als stellvertretende Studioleiterin nach Bielefeld. Seit August 2005 war Andrea Benstein Leiterin in Wuppertal.
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Presseverein
Münster-Münsterland e.V.
Im DJV-Landesverband Nordrhein-Westfalen
